Andreas Arnold

Geboren 1963 in Frankfurt am Main, führte mich mein persönlicher Weg über den Beruf des Puppenspielers zur Ergotherapie. Den Wunsch nach einer eigenen Praxis hatte ich seit 1994, das heißt den Wunsch nach selbstständigem Arbeiten in einer selbst gestalteten Umgebung, Entfaltung meiner Möglichkeiten und Einbringen meiner Erfahrungen wie Theater, Yoga, TZI (Themenzentrierte Interaktion), Musik und Meditation. Zuerst aber sammelte ich 14 Jahre Berufserfahrung, gründete eine Familie und arbeitete fünf Jahre freiberuflich für andere Ergotherapiepraxen. Ab 2010 begann ich, verschiedene Gründungskonzepte zu entwickeln, fand 2011 dann Räume in Tegel und gründete diese Praxis.

Für mich persönlich ist Ergotherapie ein ganz eigenständiges Heilmittel mit besonderen Möglichkeiten für den Patienten. Mich fasziniert der Einsatz moderner Behandlungsansätze, das Einbringen des Alltäglichen in die Rehabilitation, die konsequente Einbindung des Patienten in die Entwicklung des therapeutischen Prozesses. Ich schätze das unmittelbare Geschehen in der Interaktion mit den Patienten, den Kontakt zwischen „Ich“ und „Du“, der eine ergotherapeutische Gestaltung erfährt.

Die Kraft der Ergotherapie liegt für mich in der Orientierung am alltäglichen Handeln des Menschen, an der sinnvollen Modifizierung des täglichen Tuns, am Üben, am Einsetzen von Hilfsmitteln. Ergotherapie führt über das Tun, Begreifen und Erfahren zum Erkennen und Lernen. Der Patient wird dabei unterstützt zu lernen, was er mit seiner Erkrankung in seiner spezifischen Situation erreichen kann, aber auch, wie er mit Grenzen umgehen kann.

Wir bewegen uns mit unseren Handlungen in der Mitte zwischen Sprache, Gedanken, Körper, Gefühlen und Umwelt. Wir erleben uns in bedeutungsvollem Tun als bedeutungsvolle Wesen. Den durch Krankheit und Ausgrenzung geschwächten Patienten helfe ich dabei, sich durch ihre Aktivitäten wieder als wirksam, nützlich und bedeutungsvoll wahrzunehmen.